Einen klitzekleinen Augenblick war ich beim Lesen der Kurzgeschichte irritiert, denn Simenon schilderte, wie Touristen ein Schiff verließen und lenkte den Fokus auf ein Detail, das für Reisende bis vor wenigen Jahren typisch war: den um den Hals gehängten Fotoapparat. Ich fragte mich: Hatten die damals solche Fotoapparate? Dann: Touristen + Panama + 1930er-Jahre = reich!
In einer kleinen Bar in Colón treffen Einheimische und Touristen aufeinander, während Schmugglergeschäfte und schräge Gestalten für eine ganz eigene Atmosphäre sorgen. Georges Simenon zeichnet in dieser kurzen Erzählung ein Bild der kolonialen Gesellschaft der 1930er-Jahre, geprägt von exotischen Schauplätzen und den Klischees der Zeit. Ein Blick in eine vergangene Welt, deren Brüche gerade heute ins Auge fallen.